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Die Schlafstadien

Die Schlafstadien

Der gesunde Schlaf eines Erwachsenen wird in drei verschiedene Phasen unterteilt: Wachzustand, Non-REM-Schlaf und REM-Schlaf. Diese Phasen wechseln sich während einer Nacht regelmäßig ab. Eine Abfolge der der beiden REM-Stadien wird auch als Zyklus bezeichnet. Pro Nacht gibt es drei bis fünf solcher Zyklen, wobei ein Zyklus durchschnittlich eineinhalb Stunden andauert. Wirklich tief wird nur in den ersten beiden Zyklen der Nacht geschlafen, dann wird der Schlaf leichter und die Traumschlaf (REM)-Phasen werden länger. Einschlafphase Ein gesunder Mensch durchläuft zunächst den entspannten Wachzustand. Dabei zeigt die Muskulatur noch ein gewisses Maß an Anspannung und es kommt zu schnellen Augenbewegungen. Der Wachzustand macht rund 5 Prozent des Schlafes aus. Schlafstadium 1 Während dieser ersten Non-REM-Phase zu Beginn des Schlafes lockern sich die Muskeln und die Glieder werden schwer. Puls und Atmung werden gleichmäßiger und die Körpertemperatur sinkt ab. Die Lider fallen zu, Geräusche aus der Umwelt, äußere Reize und subjektivtraumartige Erscheinungen werden wahrgenommen. Langsam rollen die Augen unter die Lider. Bei gesunden Menschen dauert die Einschlafphase gewöhnlich zehn bis 15 Minuten, also rund 5 Prozent des gesamten Schlafes. Schlafstadium 2 Die zweite Non-REM-Phase wird als oberflächlicher Schlaf bezeichnet. In diesem Zustand ist man leicht weckbar. Die Augäpfel rollen von einer Seite auf die andere. Diese Phase wird in der Schlafforschung als der eigentliche Beginn des Schlafes angesehen. Das Bewusstsein schwindet in dem Maße, wie die Frequenz der Hirnstromwellen abnehmen. Diese Phase dauert 45-50 Prozent des gesamten Schlafes an. Schlafstadium 3 In der dritten Non-REM-Phase wird man nur noch durch sehr laute oder ungewohnte Geräusche geweckt. Die Muskulatur entspannt sich, der Herzschlag verlangsamt und der Blutdruck fällt. Das Bewusstsein schaltet sich erstmals völlig aus. Dieser Zustand dauert etwa zehn bis zwanzig Minuten und macht rund 8 Prozent des Schlafes aus. Die Augen stehen still, der Schläfer zeigt jedoch noch schnelle Reaktionen auf möglich Reize. Schlafstadium 4 Der tiefste Schlaf ist in der vierten Non-REM-Phase erreicht. Man kann nur schwer geweckt werden. Atmung und Herztätigkeit sind regelmäßig, die Körpertemperatur sinkt noch weiter ab. Stadium drei und vier werden auch als die Tiefschlafphasen eines Schlafzyklus zusammengefasst. Dieses Schlafstadium dient vorwiegend der körperlichen Erholung und dauert 10-15 Prozent des Schlafes an. REM-Schlafstadium Der REM-Schlaf, der auch Traumschlaf genannt wird, ähnelt dem Stadium eins. In diesem Stadium sind die Muskeln jedoch absolut entspannt und man ist schwer aufzuwecken. Herzschlag und Atmungstätigkeit steigen an und sind unregelmäßig. Ein besonderes Kennzeichen dieser Phase sind die schnellen Augenbewegungen, aus diesem Grund heißt dieses Schlafstadium auch REM für Rapid Eye Movement. Die Funktion der inneren Organe erhöhen sich im Vergleich zum Tiefschlaf, was zusätzlich auch den Stoffwechsel anregt. Im Gehirn werden in den Träumen die aufgenommenen Informationen des Tages verarbeitet. Dabei arbeitet das Gehirn mit höchster Aktivität. Um dafür genügend Energie bereitzustellen, wird die Muskelaktivität völlig ausgeschaltet. Weckt man einen Schlafenden aus der REM-Phase, kann er von seinen Träumen berichten. Diese Phase macht rund 22 Prozent des Schlafes aus.