Schlafapnoe
Die Schlafapnoe bei Kindern und Jugendlichen beruht auf einer Störung der Atmungssteuerung im Gehirn. Im Schlaf kann diese Störung nicht mehr kompensiert werden, was zu einer periodischen Unterbrechung der Atmung führt. Kurze Atempausen während des Schlafens sind völlig normal. Doch zu einer krankhaften Schlafapnoe wird es, wenn die Atempausen zehn Sekunden oder länger anhalten und sie häufiger als fünfmal innerhalb einer Stunde auftreten.
Da sich das menschliche Schlafverhalten individuell sehr unterscheidet, lassen sich Normwerte schwer bestimmen. Deshalb existieren verschiedene Ansichten, wo "normal" aufhört und "krankhaft" beginnt. Zum Beispiel gilt als Grenzwert für die Erwachsene Schlafapnoe: Atempausen, die länger als zehn Sekunden anhalten und häufiger, als zehnmal in einer Stunde auftreten.
Kinder und Jugendliche, die an Schlafapnoe leiden, schnarchen laut und klagen über morgendliche Kopfschmerzen. In einigen Fällen kommt es zu häufigeren Entzündungen der oberen Atemwege. Kinder und Jugendliche, die solche Symptome aufweisen, müssen von einem Facharzt behandelt werden. Manchmal ist es auch notwendig, einen Heimmonitor anzuschaffen, der bei Atemstillstand Alarm schlägt. In den meistens Fällen wächst die Schlafapnoe bis zur Volljährigkeit aus und führt bei entsprechender Behandlung zu nicht bleibenden Schäden.