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Interview mit einem Allergologen:

Interview mit einem Allergologen:

Der größte Vorteil im Bereich der Hygiene von Wasserbetten ist aber das Element Wasser selbst, denn dadurch haben Milben und andere ungewollte Mitschläfer keine Chance mehr. Allergien und ihre Ursachen finden sich häufig im Bett. Drei große Ursachen von allergischen Reaktionen in Zusammenhang mit dem Bett sind: Haus-Staub, Milben beziehungsweise der Milbenmikrokot und Schimmelpilze. Bei einer Hausstaub-Allergie hilft das Beschaffen von einem Wasserbett mit Bezug ohne Schurwolle. Der Bezug Frottee ist als synthetische Ausführung ohne Schurwoll-Anteile in der Füllung erhältlich.

Einer der größten Vorteile von Wasserbetten für Allergiker ist die Möglichkeit des einfachen hygienisch sauber Haltens der Vinylmatratze unter dem Matratzenbezug von Wasserbetten. Da Vinyl eine glatte Oberfläche darstellt, welche mit einfachen Mitteln keimfrei gemacht werden kann, ist die Grundvoraussetzung für die Staubreduktion gegeben.

Schimmelpilze haben im Wasserbett gegenüber einer konventionellen Matratze weniger Chancen, da das Wasserbett eine höhere Kerntemperatur aufweist als die Raumtemperatur und dadurch schneller und besser auslüftet. Feuchtigkeitsbildung ist somit beinahe unmöglich. Es ist jedoch eine Tatsache, dass eine große Gruppe der Allergiker nicht oder nicht nur auf Haus-Staub und Schimmelpilze allergisch reagiert, sondern auf Milben beziehungsweise deren Kot-Staub. In diesem Falle reicht ein synthetischer Bezug oder synthetische Duvets alleine leider nicht. Auch das Trockenhalten des Bettes ist bei solchen allergischen Reaktionen kein ausreichender Schutz.

Allergene von Milben und Schimmelpilzen sind sehr häufige Allergieverursacher. Hausstaub-Milben sind winzige Spinnentierchen, die nur 0,1 bis 0,5 Millimeter groß sind und mit dem bloßen Auge nicht sichtbar sind. Sie sind natürlicher Bestandteil des Oekosystems in jedem Haushalt, also kein Anzeichen für mangelhafte Hygiene oder Sauberkeit!

Milben erfüllen sogar auch eine wichtige Aufgabe. Sie beseitigen Hautschuppen und andere im Bett befindliche unerwünschte Elemente. Milben übertragen keine Krankheiten, meiden den Körperkontakt, und ihre Anwesenheit wird normalerweise erst bemerkt wenn ein Familienmitglied allergisch auf die kleinen Mitbewohner reagiert. Das Immunsystem des Hausstaub-Milben-Allergikers reagiert auf bestimmte Proteine des Milbenkotes. Hausstaub-Milben sind lichtscheu und entwickeln sich in Lebensräumen mit einer relativen Luftfeuchtigkeit von 65-80 Prozent und einer Temperatur zwischen 20 und 30 Grad. Den Löwenanteil ihrer Nahrung liefert der Mensch selbst mit seinen Hautschuppen.

Täglich stößt ein Erwachsener etwa 1,5 Gramm davon ab, genug für 100 000 Milben. Zusätzlich wird vermutet, dass Milben mit Schimmelpilzen in einer Art Symbiose leben. Das bedeutet, dass sie auch in rein synthetischer Umgebung ohne Hautschuppen leben können. Ein Grund weshalb man sie auch in großen Zahlen in Teppichen antrifft.

Aus diesem Grund ist es sinnlos wegen Milben-Allergie einen synthetischen Matratzenbezug anzuschaffen, wie es bei Wasserbetten der Fall ist. Dieser enthält dann zwar keine tierischen Fasern und vermindert dadurch den Hausstaub, aber die Milben fühlen sich so oder so sehr wohl. Sie benötigen nur ein warmes Feuchteklima und Hautschuppen.

Die Bezüge von Wasserbetten sind ideal für einen gesunden Schlaf und die einfache Reinigung geeignet. Denn mit Beginn der warmen und feuchten Witterung im Frühsommer fangen die Milben an, sich zu vermehren. Die höchsten Zahlen finden sich in den Hochsommer- und den Herbstmonaten. Parallel dazu verstärken sich die allergischen Beschwerden des Patienten. Obwohl die meisten Hausstaub-Milben mit Beginn der Heizperiode durch die niedrige Luftfeuchtigkeit absterben, erreichen die allergischen Beschwerden gerade dann ihren Höhepunkt, weil sich jetzt die maximale Menge von Exkrementen angesammelt hat. Die Kotbällchen trocknen aus, zerfallen und werden als Feinstaub aufgewirbelt und mit der Atemluft inhaliert. Der Patient reagiert mit Augentränen, laufender Nase, Niesanfällen und Husten, in schwerwiegenden Fällen mit milbenbedingtem Asthma.

Interessantes Detail: Ab einer Meereshöhe von ungefähr 1000 Meter haben Milben Mühe zu überleben. So gibt es zum Beispiel in Höhenkurorten, die um 1500 Meter über dem Meeresspiegel liegen überhaupt keine Milben mehr. Vermutlich reagieren Milben bereits auf den etwas kleineren Luftdruck so empfindlich. So lassen sie uns wenigstens in den Ski- oder Wanderferien für einmal in Ruhe oder schaffen Sie sich ein Wasserbett an. Dann sind Sie das ganze Jahre befreit von ungewollten "Mitschläfern und befreit von Allergien.