- Aktionen -
Erfahrungsbericht: Wasserbett bei Schädel-Hirn-Verletzungen

Erfahrungsbericht: Wasserbett bei Schädel-Hirn-Verletzungen

Klaus Reinhard ist 48 Jahre alt, lebt in Oststeinbek und hatte vor neun Monaten einen schweren Motorradunfall und knallte frontal gegen einen Baum. Die Folge waren schwere Schädel-Hirn-Frakturen. Seine 46 Jahre alte Frau Regina erzählt wie beruhigend ein Wasserbett auf ihren Mann wirkt: "Seit Klaus seinen schweren Unfall hatte wird er hier, in Hamburg, stationär behandelt. Hier gibt es eine Therapie, bei der er ausgewählten Reizen ausgesetzt wird. Ich habe mich genau darüber informiert, denn obwohl mein Mann sehr stark in allem eingeschränkt ist, möchte ich natürlich nur das beste für ihn. Die Idee hinter dieser Therapie ist es, den schwerstens Schädel-Hirn-Verletzten Reize anzubieten, die nicht wie im alltäglichen Leben zufällig auf einen einwirken sondern ausgewählt sind. Die Therapie findet in einem abgeschlossenen Raum statt, in dem Klaus quasi die Seele baumeln lassen können. Zeit spielt dabei keine Rolle, er kann sich diesen beabsichtigten Reizen solange aussetzten kann, wie er will. Das wichtigste in diesem Wellnessraum, wie ich ihn immer nenne, ist das riesige Wasserbett. Es hat einen Vibrationsboden und der ist mit einer Musikanlage verbunden. Für Klaus ist dieses Bett das größte. Das Gefühl der Schwerelosigkeit in Verbindung mit Musik und Geräuschen erreichen ihn nicht nur allein auf der akustischen Ebene sondern werden auch mit dem Tastsinn wahrgenommen. Was ich besonders schön finde ist, dass über das Wasserbett ein hellblauer Betthimmel angebracht wurde. Je nach Wunsch kann man den vollständig oder nur teilweise über das Wasserbett ziehen. Ich habe das auch mal einige Minuten ausprobiert und fühlte mich wie im siebten Himmel auf Wolken schwebend. Das Wasserbetten förderlich für die Gesundheit sind war mir bekannt. Dass es jedoch so viel bewirken kann, hätte ich nie für möglich gehalten. Das Wasserbett, der Vibrationsboden und die Musik erzeugen selektive Reize, die mit unterschiedlichen Sinnen wahrgenommen werden können. Die Musikauswahl variiert zwischen Rock, Pop, Meeresrauschen, meditative Klänge, Klassik und Schamanengesänge. Welche Reize ausgewählt werden, hängt von Klaus ab. Doch die Schwestern achten sehr darauf, dass keine Reizüberflutung stattfindet, da dadurch der Zusammenhang zwischen Wasserbett und Gesundheit nicht mehr gegeben wäre. Aufgrund seiner Schädel-Hirn-Verletzung ist es Klaus nicht möglich die Reize zu unterscheiden. Er nimmt alles als gleich wichtig und in vollem Umfang wahr. Diese Wasserbett-Therapie verbessert seine Muskelregulierung, seine Körperwahrnehmung und er kann dabei sehr gut entspannen. Das gibt ihm neue Kraft, er ist motivierter und das trägt schließlich zur Krankheitsverarbeitung bei. Seit Klaus diese Therapie macht, sehe ich in seinen Augen wieder das Strahlen, das ich so liebe. Ich bin überzeugt, dass ihm die Therapie mit dem Wasserbett neuen Lebensmut gegeben hat."